Golf erhält die Gesundheit

Für Spötter ist Golf kein Sport, sondern nur ein Grund für ältere Menschen, spazieren zu gehen. „Treiben Sie schon Golf oder haben Sie noch Sex“, lautet die nicht ganz ernst gemeinte Frage. Den Spöttern würde vielleicht die Frage im Hals stecken bleiben, wenn sie wüssten, dass Golf spielen jung hält und seinen Liebhabern ein längeres Leben schenkt.

Forscher des schwedischen Karolinska Instituts berichten im Fachmagazin Scandinavian Journal of Medicine and Science in Sports über die Auswirkungen des Golfs auf die Lebenserwartung der Spieler.

Golfer leben länger
Den Wissenschaftlern zur Folge wirkt Golf wie ein Jungbrunnen. Im Vergleich zu anderen Personen, die das gleiche Geschlecht und das gleiche Alter haben, leben Golfer rund fünf Jahre länger. Ihre Sterblichkeitsrate ist um rund 40 Prozent vermindert im Vergleich zu ihren Altersgenossen. Um zu diesem Schluss zu kommen, haben die Forscher die Daten von rund 300.000 Golfern in Schweden untersucht.

Golfer bewegen sich bei jeder Runde rund vier bis fünf Stunden an der frischen Luft. Es ist nicht nur die sprichwörtlich gute Luft: Sie marschieren bis zu 10 km, meist über hügeliges Gelände, ziehen dabei noch 15 Kilogramm Gepäck und haben durch Schlag und Probeschlag noch einen Energieaufwand von ca. 90 Liegestützen, bei einer 18-Loch Runde.

Sie verbrennen dabei ungefähr 1250 KCal (im Vergleich, bei 2 Stunden Dauerlauf verbrennen Sie nicht mehr als 700 KCal ). Der körperliche Einsatz für den Schwung ist nur ein Teil Ihres Trainings. Viel mehr Energie verbrauchen Sie durch die hohe Anforderung an Ihre Konzentration. Von Ihren 434 Muskeln benutzen Sie beim Golf 124. Zählen Sie das Zähneknirschen nach einem schlechten Schlag noch mit dazu, dann müssen Sie auch noch Ihre Kaumuskulatur dazuzählen.

Es ist erwiesen, dass Golfer eine 20% höhere Lungenkapazität haben. Die Dauerbelastung bei diesem hervorragenden Sport erfordert eine höhere Atemaktivität und vergrößert damit Ihr Lungenpotential.

Ihre Blutfettwerte liegen 15% niedriger durch den erhöhten Stoffwechsel und durch die Schlag- und Schwungtechnik trainieren Sie Ihre Koordinationsfähigkeit erheblich.

Der Kreislauf wird schonend angeregt. Meist liegt Ihr Puls unter 140 Herzschlägen pro Minute, ein Wert, der auch von den meisten Ausdauertrainingsspezialisten empfohlen wird.

Golf spielen ist gesund
Neben der Gesundheit spielt für Anders Ahlbom, dem Leiter der Studie, der soziale Aspekt eine große Rolle. Denn Menschen, die golfen, tun das meistens bis ins hohe Alter. Dadurch haben sie mehr Kontakt zu anderen Menschen. Das wirkt sich positiv auf den individuellen Gemütszustand aus. Die beobachteten Golfer haben unabhängig vom Alter, Geschlecht oder sozialen Status eine geringere Sterblichkeitsrate. Bei Arbeitern war der Effekt sogar noch größer als bei Angestellten und Büroarbeitern.

Auffällig war bei der Untersuchung, dass die Sterblichkeitsrate bei den besten Golfern mit dem niedrigsten Handicap am geringsten war. Die Forscher vermuten, dass die besseren Golfer mehr spielen und darum auch aktiver sind. Das würde die Annahme untermauern, dass das Spiel an sich seine Anhänger länger leben lässt.

Wenn Ihr Interesse am Golfsport nun geweckt wurde, informieren Sie sich bei Ihrem Golfclub um die Ecke über die verschiedensten Möglichkeiten mit dem Golfsport beginnen zu können.

 

Artikel zum Download (ca. 75 KB)